Unsere letzten Tage in Schweden ….

20Juni2012

     Wie schnell so ein halbes Jahr doch rumgehen kann. Noch nicht lange her, da kamen wir im dunklen in Kristianstad an und alles war noch neu und ungewohnt. Mittlerweile haben wir uns hier eingelebt und fünf unglaubliche Monate mit all den anderen Erasmusleuten hier verbracht. Und von 120 Austauschstudenten sind nur noch wir vier + eine Franzosin und ihr Freund übrig geblieben. Heute sind vier Amerikanerinnen wieder von ihrer Europarundreise zurückgekommen, also sind wir zumindest bis Freitag früh nicht mehr ganz so einsam hier. Allerdings sind wir gerade auch ziemlich mit unserer Bachelorarbeit beschäftigt, die hoffentlich bis morgen fertig geschrieben ist. Zum Abschluss geht’s dann am Freitag noch zum Midsommar feiern. Wir werden zusammen mit 120 Schweden ein Stück außerhalb von Kristianstad den längsten Tag im Jahr feiern. Dafür gibt es den ganzen Tag über Aktionen wie um den Maibaum tanzen etc. Samstag werden wir dann noch hier frühstücken und dann geht’s schon wieder auf Richtung Deutschland. Etappe 1 bis nach Hamburg und Sonntag früh dann nach Siegburg bzw. Stuttgart weiter.

Die letzten Wochen haben wir relativ viel mit den ganzen anderen Studenten hier verbracht. Seit Anfang des Monats fahren immer wieder Leute ab, was zu vielen Abschieden geführt hat. Erfreulicherweise gab es an Katis Geburtstag nochmal eine große Party mit vielen die zu der Zeit noch hier waren. Am nächsten Tag gabs dann gemütlich Kaffe und Kuchen für alle die Lust hatten und abends Geburtstagspizza inclusive Geburtstagsvideo über die Zeit die wir vier deutschen Mädels hier in Schweden verbracht haben.

.BBQ am schwedischen NationalfeiertagKatis Geburtstagam Strand am Strandam Strand

Noch ein letztes Mal viele liebe Grüße aus Schweden!!
Eure Kati und Meli

Der eine Besuch geht … der nächste kommt

29Mai2012

Am 15. Mai bin ich mit Anja und Jenny morgens nach Kopenhagen gefahren. Dort hatten wir bis zum Nachmittag Zeit die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt abzuklappern und noch gemütlich Essen zu gehen. Nachdem die Zwei sich dann nach Meerjungfrau, Rathaus, Tivoli und Co auf gemacht haben um ihren Flieger Richtung Deutschland zu bekommen, hatte ich noch genug Zeit ein wenig in der Stadt zu bummeln, was in einer so schönen Stadt wie Kopenhagen überhaupt nicht schwer fällt. Am nächsten Morgen habe ich dann Nico am Flughafen abgeholt und wir wollten uns im Anschluss auch nochmal einen Tag in der Stadt aufhalten. Eigentlich war der Plan uns später mit Janine und Nick  zu treffen, damit wir gemeinsam nach Kristianstad fahren können. Als ich mit Nico am Fahrkartenautomat am Flughafen stand um uns die Tickets zu kaufen, wurde ich auf einmal von hinten angesprochen „Sag mal, bist du nicht die Meli?“. Zufällig waren die beiden zur gleichen Zeit gelandet und hatten meine Jacke von den ganzen Bildern wieder erkannt. Was für ein witziger Zufall! Zu viert ging es dann also in die Stadt, das Gepäcke einschließen und anschließend zur Bootstour. Leider war das Wetter nicht allzu schön und dementsprechend war es ziemlich kalt auf dem Boot. Aber nichts desto trotz haben wir noch einige andere Ecken von Kopenhagen vom Wasser aus gesehen. Gegen Abend ging es dann zusammen zurück nach Kristianstad.

mit Anja und Jenny im Tivolipark mit Anja und Jenny im Tivolipark im Elchpark in Kristianstad beim Feiern   

Die zehn Tage die Nico hier in Schweden hatte ging es zum Elchpark wo wir sogar das Glück hatten einige Babyelche zu sehen, zum Golfen, wobei sich herausgestellt hat, dass das sicherlich nicht mein neuer Lieblingssport wird oder zum Nationalpark etwas weiter südlich an der Küste.

Golfen naja ... der Ball sollte da nicht mehr liegen ... Babyelch am Strand Apfelplantage  Nationalpark Nationalpark

Vom 23. bis zum 25. Mai hatten wir zusammen mit einigen anderen aus unserer Erasmus Gruppe einen Flug nach Danzig in Polen gebucht. Am ersten Tag kamen wir erst relativ spät im Hostel an und haben uns danach zum Essen und Party machen (inclusive in meinen Geburtstag rein feiern) aufgemacht. Am nächsten Tag stand Sightseeing und Shopping auf dem Plan. Danzig hat eine wirklich wunderschöne Altstadt, die (wohl aufgrund der anstehenden EM) viele neu renovierte Häuser zu bieten hat. Von einem der Kirchtürme hatte man nach über 400 Treppen einen fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt. Abends sind wir dann wieder in die Stadt zum Essen und später etwas trinken gegangen. Am dritten Tag waren wir am Vormittag noch ausgiebig shoppen (was in Danzig überhaupt kein Problem war) und sind nachmittags wieder Richtung Schweden aufgebrochen. Am Ende waren sich alle einig, dass man in Danzig noch mehr Zeit hätte verbringen können, da die Stadt wirklich viele schöne Ecken hat, die noch erkundet werden müssen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja von Deutschland aus noch einen Kurztrip nach Polen.

Danzig Danzig Danzig Danzig Danzig

Am Samstag ist Nico dann auch schon wieder abgereist und gegen Abend kam Kadda aus Schwäbisch Gmünd an. Zusammen mit den anderen Studenten haben wir dann an der Uni den Eurovison Songcontest geschaut. Wie praktisch, dass Schweden auch noch gewonnen hat (auch wenn wir uns ein Paar mehr Punkte für Deutschland gewünscht hätten).

Eurovision Songcontest in der Uni

Sonntags wurde dann zum Geburtstags-Kaffe-und-Kuchen eingeladen, da ich an meinem Geburtstag ja nicht hier in Kristianstad war. Da das Wetter mal wieder fantastisch war, haben wir das Ganze kurzerhand nach draußen verlagert, wo es dann sehr leckeren Schokobananenkuchen, Erdbeertraum, Nussecken, Schokocrossies und Prinzesstarta gab. Und zur Krönung kam vorhin noch ein Geburtstagspäckchen aus Deutschland an (u.A. mit Deutschlandtrikot und Deutschlandfahne fürs Auto - damit kann die EM in Schweden also auch losgehen :-) ). 

Geburtstagsfest in der Sonne :-) Geburtstagspacket aus Deutschland

Gestern haben wir den Tag bei super Wetter in Ahus am Strand verbracht und uns auch zum ersten Mal „richtig“ ins Wasser getraut, was dennoch ziemlich kalt war. Aber immerhin war in der Sonne warm genug um sich hinterher wieder aufzuwärmen. Heute Abend haben unsere Franzosen einen Französischen Abend geplant, an dem sie verschiedene landestypische Gerichte kochen und die restlichen Studenten dürfen sich anschließend durch das Buffet schlemmen. Da wir die Kochkünste unserer Franzosen schon das ein oder andere Mal ausprobieren durften, bin ich mir sicher, dass das ein sehr leckerer Abend wird J Letzte Woche hatten wir zusammen mit unseren Österreichern einen Deutsch-Österreichischen Abend veranstaltet. Hierfür hatten wir u.a. Flädlesuppe, Tirolerknödel mit Sauerkraut, Kartoffelsalat, Hefezopf, Nussecken und Erdbeerknödel gemacht. Die ganzen Gerichte kamen super bei unseren Mitstudenten an.

am Strand am Strand am Strand

Mal schaun, was uns die Woche noch so bring. Am Donnerstag haben wir unsere letzte Präsentation für dieses Semester und anschließend lässt schon unsere Bachelorarbeit grüßen.

Vänliga hälsningar från sverige,

eure Meli

Ein Stückchen Deutschland in Schweden :-)

11Mai2012

Nachdem wir gestern unsere doch etwas stressige Lernwoche mit einer mündlichen und einer schriftlichen Klausur abgeschlossen haben ging es quasi direkt aus dem Prüfungsraum an den Bahnhof um dort Nicky und Sabbi abzuholen – Teil 2 der PH Gmünd in Schweden :-) . Zusammen mit den Mädels und drei Asiaten gab es dann gemütlich Abendessen bei Mareike in der WG, wo der Abend dann auch gemütlich mit Wein und Klatsch und Tratsch aus Deutschland beendet wurde. Heute „früh“ hieß es dann wieder ab an den Bahnhof um Anja und Jenny abzuholen, die auch bis Dienstag in Kristianstad bleiben werden. Als Einstimmung auf die nächsten Tage gab es dann eben ein schön leckeres Sekt Frühstück mit allen Mädels bei uns zu Hause (ganz zu unserer Freude mit frischen Brezeln aus Deutschland!!!). Mal schaun was die nächsten Tage so auf dem Plan steht. Heute wird in Ruhe die Stadt erkundet und sobald das Wetter mit macht wollen wir alle nach Ahus an den Strand und einen Tag nach Lund, eine super gemütliche Studentenstadt kurz vor Malmö. Am Dienstag geht’s für die Mädels leider wieder Richtung Heimat, aber im „Austausch“ dafür kommen Nick und Janine (von Kati) und Nico für ein paar Tage vorbei. Ihr seht also, langweilig wird’s uns hier sicherlich nicht. Und sowas wie eine Bachelorarbeit will auch noch fertig geschrieben werden.

Mittlerweile haben wir uns auch schon überlegt wann wir uns wieder in Richtung Deutschland aufmachen werden. Am 22. Juni werden wir hier noch Midsommar feiern und dann Samstag/Sonntag nach Hause fahren. Also bleiben uns noch knapp eineinhalb Monate um die Zeit hier in Schweden zu genießen.

Viele liebe Grüße aus Kristianstad,

eure Mädels

Eine Reise die ist lustig …

01Mai2012

Da schon so lange nichts mehr vom Reisen berichtet wird, gibt es heute mal wieder einen Blogeintrag über meine Rundreise mit meinen Eltern. Letzte Woche waren Cathrin, Sophia und Sabbi aus Gmünd zu Besuch, anschließend ging es mit unserer Erasmusgruppe mit dem Bus nach Stockholm und von dort aus mit der Fähre nach Tallinn und wieder zurück. Zurück in Kristianstad waren dann auch meine Eltern schon da, die eine Nacht in Kopenhagen verbracht haben. Also hieß es gleich wieder weiter durch Schweden. Aber erst einmal verbrachten wir einen gemütlichen Abend in Kristianstad inklusive Fußball schauen im Pub (und ganz vielen weiteren Deutschen um uns herum). 
Am nächsten Morgen sind wir dann mit dem Auto in Richtung Vättern-See aufgebrochen. Das Wetter spielte allerdings nicht so ganz mit, weshalb wir die meiste Zeit im Regen durch die Gegend gefahren sind. Die Klosterruine in Omberg mussten wir noch in Regenjacken anschauen, auf der Nahen Panoramastraße hellte der Himmel dann aber glücklicherweise aber auf.

Omberg Omberg

Gegen Nachmittag erreichten wir dann Vadstena, eine alte Klosterstadt. Nachdem wir uns die Stadt eine Weile erkundet haben wollten wir noch etwas essen gehen, was sich allerdings gar nicht so einfach gestaltete. Da in Schweden noch überall Nebensaison ist, fanden wir nur zwei Restaurants die offen hatten, eine etwas gammelige Pizzeria und ein wirklich hübsches kleines Restaurant in dem wir sogar „schwedische“ Kost serviert bekommen haben.

VadstenaVadstena  Vadstena

Am nächsten Tag machten wir unseren ersten Halt an den Bergs slussar, einer Schleusenkette etwas außerhalb von Linköping. Hier werden durch mehrere Schleusen insgesamt 18 Höhenmeter überwunden. Am 1. Mai werden die Schleusen alle geöffnet was in dem Ort wohl ordentlich gefeiert wird, leider waren wir ein paar Tage zu früh dran. Nachdem wir uns noch Linköping angeschaut haben ging es mit kleinem Umweg in das Naturreservat Stendörren.

Linköping Bergs slussar Bergs slussar Bergs slussar

Hier liegen viele kleine Inseln vor der Küste Schwedens. Einige davon sind durch Hängebrücken miteinander verbunden und können so bequem zu Fuß erkundet werden. Da wir wunderschönes und auch warmes Wetter hatten, ließen sich hier bei dem umwerfenden Ausblick einige Stunden verbringen.

Naturreservat Stendörren Naturreservat Stendörren Naturreservat Stendörren Naturreservat Stendörren Naturreservat Stendörren

Als wir uns später auf dem Heimweg machten entdeckte Mama sogar einen Elch am Straßenrand! Da dieser gar nicht mal so scheu war, konnten wir sogar ein paar Fotos von ihm machen.

Elch :-)

Übernachtet haben wir dann in Nyköping, einer kleinen Stadt eine Stunde südlich von Stockholm. Da unsere Unterkunft direkt neben einem alten Schloss lag, schauten wir uns dieses vor unserer Weiterfahrt nach Stockholm noch an.
Mittags erreichten wir dann Stockholm, wo wir ein Hostel ein Stück außerhalb der Stadt gebucht hatten. Aus den angekündigten 15 Minuten Fußweg bis in die Stadt wurden aber locker 50 Minuten. Allerdings war das Hostel an sich wirklich schön und das Frühstück auch lecker, weshalb das nicht ganz so schlimm war. In Stockholm selbst waren wir für zwei Nächte. Dadurch hatten wir genug Zeit und die Stadt ausgiebig anzuschauen. Bei dem schönen Wetter war die Stadt sogar nochmal ein Stück schöner als ich sie letztes Mal schon fand. Allerdings war die Stadt dadurch auch um einiges voller. Stockholm ist auf mehreren Inseln verteilt die man alle durch Brücken gut erreichen kann. Und egal auf welcher Insel man sich befindet oder in welche Richtung man schaut, überall sieht man wunderschöne alte Gebäude. An den beiden Tagen wurden dann sämtliche Sehenswürdigkeiten die Stockholm zu bieten hat, abgeklappert und das schöne Wetter + schöne Aussicht genossen. Allerdings hat sich das dann auch an den schweren Beinen bemerkbar gemacht, aber was tut man nicht alles … :-) .

Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm Stockholm


Heute ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück los in Richtung Vimmerby. Hier wurde Astrid Lindgren geboren und auch einige ihrer Geschichten verfilmt. In Vimmerby selbst gab es allerdings nicht allzu viel zu sehen. Eine Szene aus Michel aus Löneberga wurde in der Stadt gedreht, als er mit Suppenschüssel auf dem Kopf zum Doktor in der Stadt musste (leider wurde das Nachbarhaus gerade dann geputzt, als wir in der Stadt waren, deshalb ging es keine wirklich schönen Bilder). Michel heißt in Schweden übrigens Emil, allerdings gab es zur gleichen Zeit in Deutschland bereits Emil und die Detektive, weshalb Emil bei uns einfach Michel genannt wurde. Nebenan steht ein Haus, in welchem Pipi Langstrumpf in einer ihrer Folgen einmal in einem Süßigkeitenladen war. Heute steht das Haus allerdings leer. Ein Stück außerhalb von Vimmerby konnten wir uns dann noch den Katthuld-Hof anschauen. In den Sommermonaten kann man dort auch die Räume besichtigen, allerdings haben wir ja wie gesagt gerade noch Nebensaison, weshalb wir die Häuser „nur“ von außen anschauen konnten. Auch das Astrid Lindgren Land in Vimmerby, ein Freizeitpark rund um die Geschichten der Autorin macht erst in den nächsten Tagen auf.

Vimmerby - Vimmerby KatthultKatthultKatthult   
Anschließend ging es dann wieder weiter in Richtung Süden. Als nächsten Stopp hatten wir die Insel Öland eingeplant. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, sind wir weiter in die „Stadt“ wo wir vor dem Abendessen noch einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer sehen konnten. Tags drauf wollten wir uns dann den Naturpark in der Nähe und das darin gelegene Schloss bzw die Burgruine anschauen. In derselben Gegend hat die schwedische Königsfamilie auch ihre Sommerresidenz, die aber – oh Wunder – noch nicht besichtigt werden konnte (Nebensaison!). 

ÖlandÖlandÖlandBurgruine ÖlandÖland ÖlandÖland    

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und kurzem Halt an der Küste zum Festland führte uns unser Weg zum letzten Zwischenstopp – dem Elchpark Grönåsen. Im Kiosk der zum Park gehört konnte man sich Elchwürste und Elchburger kaufen, die man dann selbst grillen konnte. Also gab es zur Stärkung erst einmal eine Elchwurst im Brötchen – sehr lecker! Anschließend machten wir uns auf den 1,4 km Rundgang um das Elchgehege. Auch wenn es zu Beginn kaum danach aussah, am Ende des Weges sahen wir gleich sieben Elche auf einmal. Ein deutsches Paar, dass sich den Park auch angeschaut hatte, gab uns sogar noch einen halben Apfel, mit dem wir die Elche füttern konnten. Zum Dank wurde man schön von den Elchen abgeschlabbert.

 Eclhpark ElchparkElchpark ElchparkElchpark Elchpark    Elchpark
Heute Abend ging es dann leider auch schon wieder zurück nach Kristianstad, besser gesagt nach  an den Strand. Allerdings ließ es sich dort wegen dem Wind nicht allzu lange aushalten. Morgen werden wir uns noch in Ruhe Kristianstad anschaun und dann heißt es für Mama und Papa auch schon wieder „Auf Wiedersehen Schweden“. Åhus

Auf Rundreise an Schwedens Westküste

14April2012

Heute gibt es einen halben Gastbeitrag hier in Katis und Melis Schwedenblog. Nachdem ich Ende März mein sechsmonatiges Praktikum beendet habe, ging es am darauffolgenden Montag, also am 2. April direkt zu Meli nach Schweden. Wie beim letzten Mal bin ich wieder von Stuttgart nach Kopenhagen geflogen und dann mit dem Zug weiter über die Öresundbrücke. Im Flieger habe ich einen netten Schweden aus der Nähe von Göteborg kennen gelernt, mit dem ich mich anschließend in einem sprachlichen Mischmasch aus Englisch und Deutsch die kompletten eineinhalb Stunden Flug bestens unterhalten habe.


Am Bahnhof in Malmö hat mich dann Meli abgeholt und wir sind zu einer „kleinen“ Rundreise durch Südwestschweden aufgebrochen.


Die erste Station dabei war Helsingborg. Die Stadt liegt direkt an der Westküste, an der engsten Stelle des Öresundes, gegenüber der dänischen Stadt Helsingør. Angekommen im Hostel durfte sich Meli aber erstmal über die mitgebrachten und schon sehnsüchtig erwarteten Butterbrezeln hermachen. Anschließend haben wir uns noch ein wenig die Stadt angeschaut.

HelsingborgHelsingborgHelsingborgFrühlingserwachen in HelsingborgAm Hafen in HelsingborgRathaus in Helsingborg

    
Am nächsten Tag fuhren wir die Westküste entlang in Richtung Norden. Auf der Halbinsel Kullen ging es ans Felsenklettern. Bei Sonnenschein konnten wir an den Klippen über der Ostsee die schöne Natur Schwedens genießen.

Kullen Kullen Kullen Kullen Leuchtturm am Kullaberg Kullen Kullen Kullen

Über einen kurzen Zwischenstop in Halmstad erreichten wir schließlich unser zweites Vandrarhem in Varberg. Von dort aus fuhren wir am nächsten Morgen dann weiter nach Göteborg, wo wir zwei Nächte verbringen wollten. Die Zeit in Schwedens zweitgrößter Stadt verbachten wir mit Sightseeing, einer Bootsrundfahrt und ein wenig (allerdings nicht sehr erfolgreichem) Shopping. Im alten Stadtteil „Haga“ gab es deshalb zur Belohnung für mich und zum Trost für Meli einen „Hagabullen“, ein typisch schwedischen „Kannelbullen“ in Übergröße. 

Halmstad Halmstad Skansen Kronan in Göteborg Hagabullen :-) hmmm lecker Haga Bootsundfahrt Bootsrundfahrt Ausblick über Göteborg Museum Museum

 


Freitags wollten wir uns eigentlich in Ruhe die Göteborger Schären anschauen. Allerdings spielte das Wetter nicht wirklich mit, deshalb sind wir im Schneeregen „nur“ einmal quer durch die Inseln gefahren. Die Landschaft dort ist selbst bei miesem Wetter wirklich sagenhaft. Wieder zurück auf dem Festland fuhren wir über Lidköping nach Hällekis, einem kleinen Ort am Vänern. Der Vänern ist einer der beiden großen Seen in Südschweden. Direkt daneben liegt der Vättern, den wir uns in den nächsten Tagen anschauen wollten. Abends gab es dann noch ein kleines Ostereiersuchen – mit ganz viel Schokolade und warmen Socken aus der Heimat. Die wurden auch gleich gebraucht, da die Wohnung in der wir übernachteten noch ziemlich kalt war, weil wir die einzigen Gäste in der Jugendherberge waren. Glücklicherweise war das Wetter am nächsten Tag schon wieder schöner. Bei Sonnenschein ging es zurück nach Lidköping. Dort schauten wir uns das Läckö-Slottet, ein Schloss direkt am Wasser, an und genossen die schöne Aussicht. Gegen später machten wir uns dann auf den Weg weiter in Richtung Norden.

Schneegestöber in Schweden Frohe Ostern! Am Vänern Läckö Slott Läcko Slott Läckö Slott Eingefrorene Büsche in Lidköping


Den nächsten Halt machten wir in Tived. Mittig zwischen den beiden Seen übernachteten wir auch an diesem Tag wieder in einer Jugendherberge. Dieses Mal übernachteten wir in einem kleinen alten Schwedenhäuschen, dass erst neu umgebaut und renoviert wurde. Der Besitzer erklärte uns später, dass wir seine ersten Gäste überhaupt waren. Abends spazierten wir noch querfeldein zu einem weiteren See an dem der Besitzer eine Sauna direkt am See hatte. Der Perfekte Platz für einen gemütlichen Sommerurlaub!

Tived Tived Typisch Schwedisch :-)


Gleich am nächsten Morgen ging es dann in den Tiveden Nationalpark. Dort verbrachten wir den Tag mit Wandern. Unterwegs sahen wir einige rießige Findlinge und eine Quelle, die direkt aus den Steinen entspringt. Nachmittags gab es noch ein Picknick am See. Über die Nordseite des Vättern fuhren wir dann weiter bis nach Vadstena. Neben einem weiteren Schloss, gab es dort auch noch ein altes Kloster zu besichtigen. Unsere Jugendherberge für diese Nacht lag direkt am Tåkern, einem der vielen kleineren Seen. Der See ist eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Schwedens. Das Hostel war wieder ein richtig schönes, altes Schwedenhaus und die weiteren Gäste, das dänische Orientierungslauf-Nationalteam, waren auch ziemlich nett, bis sie uns am nächsten Tag unsere Köttbullar aus dem Kühlschrank geklaut haben :-).

Tiveden Nationalpark Tiveden Nationalpark Tiveden Nationalpark Tiveden Nationalpark Sonnenuntergang neben unserem HostelAm TåkernAm Tåkern

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns am Vormittag noch einen Runenstein und eine alte Klosterruine angeschaut. Gerade als Meli meinte, eine Guided-Tour zum Kloster wäre jetzt genau das richtige, war auch schon ein netter älterer Schwede da, der uns in bestem Englisch einige interessante Einzelheiten zum Kloster und dem nahe gelegenen Gründungsort Schwedens erzählt hat. Die anschließende Fahrt über Aussichtsroute direkt am Vättern war leider aufgrund des diesigen Wetters nicht ganz so schön, so dass wir nach einem kurzen Snack im Auto weiter nach Gränna gefahren sind. Gränna ist ein Ort an der Ostküste des Sees und ist bekannt für seine Zuckerstangen. In einer der vielen Zuckerbäckereien konnten wir dann auch durch eine Glasscheibe dabei zusehen, wie ein Mitarbeiter die Zuckerstangen gerollt und geformt hat. Diese Zoo-ähnliche Zurschaustellung schien der junge Mann nur durch ziemlich laute Techno-Mukke ertragen zu können. Eigentlich wollten wir danach noch Jönköping anschauen um dann die Nacht in Huskvarna zu verbringen. Allerdings wollte das Wetter nicht so wirklich mitspielen und da montags die meisten Museen in Schweden Ruhetag haben, beschlossen wir direkt nach Kristianstad durchzufahren, nachdem uns Kati per Telefon auch für den nächsten Tag keine Besserung in Aussicht stellen konnte. So waren wir immerhin pünktlich zu Hause um mit Melis Familie zu Skypen, die sich vom Oster-Geburtstags-Essen direkt aus Tanjas Wohnzimmer zugeschaltet haben.

Runenstein Omberg Ruine Omberg Zuckerstangenfabrik in Gränna


Das war ein kleiner Überblick über unsere Rundreise durch den Südwesten Schwedens. Insgesamt sind wir ca. 1450km unterwegs gewesen, was uns am Ende sogar eher überrascht hat, da wir außer am letzten Tag nie länger als 2 Stunden am Stück im Auto saßen. Es gibt hier wirklich eine Menge schöner Plätze zu entdecken, auch wenn manche davon im Sommer sicher noch um einiges genialer gewesen wären. Aber auch schon im April hat sich die Reise wirklich gelohnt.
Die nächsten Tage werden wir jetzt noch gemütlich in Kristianstad und Umgebung verbringen bevor es am Freitag für mich wieder zurück nach Hause und am Montag darauf auch schon weiter nach Karlsruhe zum Studium geht. Ich hoffe ihr habt einen kleinen Eindruck von unserem Kurzurlaub bekommen und bleibt Kati und Meli hier in ihrem Blog auch in Zukunft treu.

Vom tiefsten Winter in den schönsten Frühling

25März2012

So, nachdem es über unseren Lapland Trip so viel zu lesen gab, gibt es heute die Kurzversion der letzten zwei Wochen, die seitdem vergangen sind.

Kiruna ist schon wieder eine Weil her und wir haben uns hier schon wieder im Süden Schwedens eingelebt. Kurz nach Lappland gab es hier nochmal einen kleinen Kälteeinbruch inclusive Schnee, der aber nicht allzu lange angedauert hat. Seit den letzten Tagen haben wir aber auch hier schönstes Frühlingswetter. Und wie sich das für ordentliche Erasmusstudenten so gehört sind wir auch fleißig dabei die Sonne hier zu genießen! Auf unserem kleinen „Balkon“ sieht man uns deshalb das ein oder andere Mal mit Erdbeeren und Jogurt die Sonne anhimmeln. Letzte Woche sind wir dann mit ein paar Leuten an den Strand nach Ahus gefahren. Dort gibt es einen wunderschönen Ostseesandstrand. Da freut man sich umso mehr auf den Sommer, wenn man auch das (bisher noch eiskalte) Wasser genießen kann. Bis dahin müssen wir uns eben noch mit im Sand liegen „begnügen“. Aber damit kann man sich im März auch noch ganz gut arrangieren. Nach unserem Tag am Strand gab es dann noch ein kleines aber sehr nettes Konzert in unserer Studentenkeipe von drei Erasmusstudenten.

Ahus am Strand Ahus Ahus Ahus am Strand

Am Samstag hatten wir dann die Möglichkeit von der Uni aus zum Lasertag zu gehen. Das ist so ähnlich wie Paintball nur das man sich nicht mit Farbkugeln sondern mit Lasen abschießt. Immer drei Gruppen konnten zusammenspielen, das war ein Spaß! Unsere Gruppe hat am Ende sogar gewonnen und als Preis gab es ein schwedisches Kochbuch, mal schauen, wann wir uns an die Rezepte ran trauen. Kati war an dem Tag mit Gelmina, einem Mädel aus Litauen, in Malmö und hat sich im trapen versucht. Bei der Hinfahrt wurden die beiden von einer netten Frau mitgenommen, die ihnen auch viel über einige Orte in unserer Gegend erzählt hat. Auf dem Nachhauseweg musste, dann allerdings der Bus herhalten, da wir für den Abend zu einer St. Patricks Day Party eingeladen waren. Auf dieser waren wir dann abends auch. Zuerst gab es schick Abendessen und anschließend waren wir noch alle zusammen in einem Club. Ein echtes Erlebnis mit Schweden zu feiern kann ich euch nur sagen. Während dem Essen gab es immer wieder Trinklieder zu denen lauthals mitgesungen wurde.

St Patricks Day St Patricks Day St Patricks Day

Den Rest der Woche haben wir dann mit ein wenig studieren und ein wenig mehr relaxen verbracht, wobei ich sagen muss, dass ich doch zurzeit doch ein wenig mehr für die Uni machen muss. Am Dienstag muss ich mein Abschluss-Assignment für einen Kurs abgeben (der ab dann aber auch schon wieder vorbei ist) und die nächste Ausarbeitung wartet auch schon. Aber wir wollen uns mal nicht beklagen, im Vergleich zu den letzten Semestern ist es hier trotzdem noch sehr relaxed.

Viele liebe Grüße aus dem sonnenverwöhnten Kristianstad!

Meli

Lapland III - auch die schönste Reise geht zu Ende

22März2012

Nachdem wir auch am nächsten Tag wieder ausschlafen und gemütlich frühstücken konnten, ging es anschließend auf zu Schlittenhundetour. Da die Tour bei uns im Camp anfangen sollte, wurden die Huskys in Anhängern zu uns gefahren. Nachdem die Schlitten abgeladen wurden, erklärte uns eine der Tourguides wie wir auf den Schlitten sitzen sollten, damit man nirgends mit den Füßen hängen bleibt. Mitten in ihrer Erklärung schrie sie auf einmal „There, a Moose!“ und zeigte in Richtung See. Alle rannten sofort los Richtung See und tatsächlich lief dort gerade eine Elchmutter mit ihrem Kleinen in Richtung Wald. Was für ein Glück wir mal wieder hatten :-) Nachdem den Paaren die allein auf einem Schlitten fahren wollten, erklärt wurde wie der Anker funktioniert (der musste beim Anhalten in den Boden gerammt werden, damit die Hunde nicht mitsamt Schlitten davonrennen) und wie wir zu bremsen hatten, durften wir helfen die Hunde vor die Schlitten anzuleinen. Da die Hunde allerdings so  kräftig sind, mussten wir darauf achten, dass sie nur auf ihren Hinterbeinen laufen, da sie sonst zu stark ziehen würden. Als dann alle Hunde an ihrem Schlitten angeleint waren ging es auch schon los. Quer über unseren „Hausfluss“, durch einen Wald und über einen weiteren zugefrorenen See. Nach einer Weile machten wir Halt an einem Sami-Zelt, in dem uns später Tee, Kaffee und Kuchen serviert wurde. In der Zwischenzeit konnten wir noch mit den Hunden rumtollen und tolle Bilder machen. Nach der Kaffepause ging es leider auch schon wieder zurück. Bei den Paaren, die den Schlitten zu zweit teilten, wurde der Platz gewechselt, da jeweils einer vorne auf dem Schlitten saß, während der andere hinten stand und die Hunde bremste bzw. schneller laufen ließ. Wieder zu Hause angekommen, wurden die Hunde wieder abgeleint und in ihre Anhänger gesetzt. Auch wenn die Tour leider nur sehr kurz war, war es wirklich ein super schönes Erlebnis, sich von Huskys durch die Gegend ziehen zu lassen. Und im Vergleich zur Snowmobiltour gestern konnte man die Landschaft dieses Mal auch besser genießen.

Die Hunde auf dem Weg zum Anleinen Meli die Huskys Ausblick während der Tour Schlittenhundefahrt

Nachdem sich alle umgezogen und ein wenig aufgewärmt hatten, machten wir uns in der Gruppe auf den Weg zu dem kleinen Ort, der am andern Ende des Flusses lag. Dort gingen einige von uns in einen Samipark, in dem man mehr über deren Kultur erfahren konnte.

Schattenspiele auf dem Fluss Sonnenuntergang Samikirche im Schnee Rückweg zum Camp

Am Abend gab es wieder die obligatorische Sauna Runde mit kleinem Schmankerl. Auch wenn wir eigentlich nicht mehr damit gerechnet hatten, dass wir nochmal ein Polarlicht sehen würden, da die Wahrscheinlichkeit als sehr gering vorhergesagt wurde, gab es am Abend nochmal ein wunderschönes Polarlicht. Ich würde sogar behaupten das schönste das wir in während unseres Lappland Trips gesehen haben. Der ganze Himmel grün leuchtend grün gefärbt durch ein zauberhaftes Polarlicht, dass gar nicht mehr aufhören wollte über uns zu tanzen! Und um alles noch ein weniger unglaubwürdiger zu machen … fast jeder 2. stand entweder im Bikini (da direkt aus der Sauna) oder in Handtuch (da direkt aus der Dusche) draußen in der Kälte und freute sich über diesen bezaubernden Anblick. Aber auch das schönste Polarlicht verschwindet irgendwann wieder. Nach dem Abendessen haben wir uns nochmal mit allen anderen zum gemütlich zusammen sitzen und ein wenig Spiele spielen in unserer Nachbarkabine getroffen. Ein schöner Ausklang für einen wirklich perfekten Ausflug nach Lappland!

Polarlicht Polarlicht Abkühlung nach der Sauna

Am nächsten Tag hatten wir nochmal Zeit um uns das Eishotel von Innen anzuschauen und anschließend noch ein wenig in der Stadt bummeln zu gehen. Da wir an einer Führung durch das Eishotel teilnahmen, wurde uns ein wenig über das Hotel an sich uns die Zimmer erzählt. Insgesamt gibt es in dem Hotel über 50 Zimmer, die günstigste Übernachtung fängt bei über 200 € an. Einige der Zimmer sind von Künstlern entworfen, die im Sommer an einem Contest     teilgenommen haben. Die restlichen Zimmer sehen alle gleich aus. Die sogenannten Art-Suites sind aber wirklich unvorstellbar schön. Jedes Zimmer hat ein anders Motto und ist dementsprechend anders gestaltet. Und wenn man sich nun noch überlegt, dass ca ab dem April das Eis anfängt zu schmelzen und bis Juni das komplette Hotel verschwunden ist … Wahnsinn! Aus dem Grund wird auch schon jetzt damit begonnen Eisblöcke aus dem Fluss zu schneiden. Diese werden über den Sommer in einer riesigen Halle gelagert und dann ab Ende des Jahres für da nächste Eishotel verwendet.

Eisblöcke aus dem Fluss Eisblocklagerung Eishotel Eishotel Eishotel EishotelEishotelEishotelTitanic :-) Eishotel Eishotel Eishotel

Nachdem wir uns die Zimmer alle angeschaut hatten, sind wir noch mit dem Bus nach Kiruna gefahren um dort den restlichen Tag zu verbringen. Allerdings gibt es in Kiruna selbst nicht allzu viel anzuschauen, außer einer Kirche, die relativ berühmt ist. Da Kiruna eine der größten aktiven Mienen besitzt und es auf Dauer zu gefährlich wird, über der Miene zu leben, wir ein Großteil der Stadt in den nächsten Jahren versetzt. Ziemlich schwer vorzustellen, dass ganze Stadtteile einfach umgesiedelt werden sollen.

Kirche in Kiruna Stadthalle Kiruna Sonnenuntergang in Kiruna Kiruna


Am Abend traf sich die Gruppe dann wieder am Bahnhof von wo aus es wieder in Richtung Kristianstad gehen sollte. Da die Bahngesellschaften hier in Schweden mal wieder nicht allzu zuverlässig waren ging es statt in dem gebuchten Schlafwagen zuerst einmal vier Stunden in einem Sitzabteil Richtung Heimat. Später bekamen wir dann allerdings doch unseren Schlafwagen, hatten jedoch nicht mehr das Glück allein in unserem Abteil zu sein. Zwei miefige Schweden (auch wenn das jetzt böse klingt, aber die haben wirklich gestunken) die dazu auch noch ziemlich undfreundlich waren, hatten sich schon in unserem 6er Abteil niedergelassen. Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten haben wir uns deshalb erst mal bei den anderen aufgehalten. Irgendwann kamen wir dann glücklicherweise auf die Idee den Schaffner einfach zu fragen, ob wir nicht das Abteil wechseln könnten, was Gott sei Dank auch möglich war. Also wieder alles Gepäck in den nächsten Wagon geschleppt, wo wir zusammen mit einer älteren Dame (die nicht vor sich hin gemüffelt hat) schlafen konnten. Und nach 24 weiteren Stunden kamen wir dann irgendwann auch alle wieder heile aber ziemlich erschöpft in Kristianstad an.
Alles in Allem waren die Tage wirklich unbeschreiblich schön und wir können allen, die irgendwann einmal die Möglichkeit haben sollten sich Lapland anzuschauen, dies auch zu tun.
So, dass wars zuerst einmal von unserem Lapland Ausflug. Wir lassen bald mal wieder was von uns hören. Es gibt auf jeden Fall noch mehr zu berichten, z.B. von unserem Strandausflug, St. Patricks Day Party, und und und.
Aber zur Abwechslung müssen wir auch mal wieder was Studieren, deshalb gibt es  die Tage erst wieder mehr aus Schweden.
Viele liebe Grüße,
Kati und Meli

Lapland II - Snowmobiltour und mehr

18März2012

Nach einem gemütlichen Abend in unserer Nachbarkabine durften wir am nächsten Tag ausschlafen um am  Vormittag eine Snowmobiltour zu machen. Nachdem wir uns alle mit Ganzkörperschneeanzügen, Fellmützen und Handschuhen eingepackt haben, gab es eine kurze Einweisung für die Schneemobile. Jeweils zwei Leute haben sich eines geteilt. In der Gruppe ging es dann – bei strahlendem Sonnenschein -  los über den Fluss und in die Wildnis.

Guten Morgen! unsere Snowmobiles Eingemummt

Quer über Seen, Wälder und einfach querfeldein ein. Die Snowmobile fahren bis zu 80 km/h die Stunde, was sehr dazu animiert über die freien Flächen zu heizen. Immer wieder wurde angehalten und die Fahrer wurden getauscht. Nach einer Weile hielten wir nochmal alle an um zu bemerken, dass ein zweier Team fehlt. Unser Guide fuhr wieder zurück um eine Studentin mit unserem Dozenten aufzugabeln, deren Snowmobil im Baum hing. Das Mädel  muss wohl zu schnell gefahren sein und hat dann die Kurve nicht mehr bekommen … ein teurer Spaß, die Selbstbeteiligung der Versicherung betrug nämlich 5000 SEK, etwas mehr als 500€. Da das Snowmobil nicht mehr fahrtauglich war, wurde unser Dozent auf einem mehr oder weniger bequemen  Anhänger heimgefahren. Davor gab es allerdings noch Mittagessen für alle, welches auf offenem Feuer direkt an einem See zubereitet wurde. Thomas, der Guide, hatte an diesem See noch eine Hütte, die er komplett selbst gebaut hatte. Direkt davor haben wir dann an einer Feuerstelle das Mittagessen gekocht/ aufgewärmt. Für die Vegetarier gab es eine Art Geschnetzeltes mit Pilzen und Soya, für die anderen gab es Geschnetzeltes mit Rentier – wirklich sehr lecker! Schmeckt in etwa wie Wild nur nicht ganz so intensiv. Nachdem wir uns in der Sonne mit dem Essen gestärkt haben und es anschließend noch Kaffee und Tee für alle gab, ging es schließlich wieder zurück zu unseren Cabins.

zugefrorener See Wir beide auf dem Snowmobile Lapland Kati Meli Wasser schöpfen am See Kleine Abkühlung gefällig? unser Mittagessen yummi Sonnenbaden im Schnee

Am Abend war unsere Hütte mit der Aurora Watch an der Reihe. Da wir aus dem Internet erfahren hatten, dass es in der nächsten Nacht wohl keine Northern Lights geben soll, haben wir uns die Nacht mit der dritten Hütte geteilt. Doch zuerst wollten wir unsere Saune ausprobieren. Der deutsche Dozent (und leidenschaftlicher Saunagänger) hatte sogar Öl für den Aufguss dabei und hat uns nach dem Aufguss mit Zitronen und Orangen versorgt. Ein echt super Erlebnis – nach dem Saunieren raus, sich im Schnee wälzen und wieder nach drin ins Warme. Irgendwann kamen wir auf die Idee, die Eiszapfen von draußen mit in die Saune zu nehmen, um sich ein wenig abzukühlen. Wie gut das tut – unvorstellbar! Nach der Sauna und Abendessen ging es dann raus in die Kälte um nach den Polarlichtern Ausschau zu halten. Und tatsächlich kamen auch nach einer Weile die ersten Lichter. Zuerst nur „kleinere“ die dann aber immer großer wurden und sich über den ganzen Himmel gezogen haben. Mit der ganzen Gruppe standen wir also bei -22°C draußen und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Nachdem die meisten wieder nach drinnen gegangen sind, sind wir noch eine Weile über den Fluss spaziert und haben die vielen kleineren Polarlichter bestaunt. Dabei wurde es so kalt, dass uns das Bier in der Dose gefroren ist. Nachdem Eve und Meli wieder zurück zur Hütte gegangen sind um sich mit ein wenig Tee aufzuwärmen, entdeckten Kati und Anni draußen ein rotes „Polarlicht“. Aufgeregt rannten alle nach draußen, da wir bisher immer „nur“ grüne Lichter gesehen hatten. Das Licht zog sich einmal über das Dorf am anderen Ende des Flusses. Nachdem wir alle total euphorisch über den Fluss gerannt sind um das Polarlicht von näherem zu betrachten, mussten wir leider feststellen, dass unser rotes Polarlicht eine ziemlich tief hängende Wolke war, die durch die Lichter des Dorfes rot erleuchtet war. Also ganz umsonst gefreut, wobei es trotzdem sehr schön aussah :-) .

Polarlicht in der zweiten Nacht rotes

Nachdem wir um halb 1 von der anderen Hütte abgelöst wurden, haben wir den Abend noch gemütlich ausklingeln lassen. Gegen drei Uhr als alle schon im Bett waren, klingelte dann Eves Handy. Wir also alle schnell angezogen und nach draußen – und tatsächlich ein gigantisches Polarlicht zu sehen das sich über den ganzen Himmel erstreckte und auch richtig am „tanzen“ war. Wirklich unglaublich, nachts bei über -20°C in Schlafklamotten und Winterjacke draußen um dieses Schauspiel zu bestaunen! Nachdem uns dann die Zehen eingefroren waren ging es wieder ins Bett und irgendwie waren alle ein wenig froh, dass kein Polarlichtanruf mehr kam und wir bis zum Morgen ausschlafen konnten.

Soooo, genug für heute. Bald wieder mehr von uns!

Liebe Grüße!

Lapland I - die Zugfahrt und Tag 1

18März2012

Nachdem wir die letzte Woche leider sehr damit beschäftigt waren, die Sonne und das schöne Wetter zu genießen, kommt mit etwas Verzögerung jetzt der Nachtrag Nr. 1 zu unserem Trip nach Lapland. Die restlichen Tage folgen hoffentlich bald :-)

Für insgesamt sechs Tage ging es Anfang des Monats in den hohen Norden Schwedens. 

am Bahnhof in KristianstadTickets 

Mit 14 Erasmus Studenten, unserer Erasmusverantwortlichen und einem Dozenten, der ursprünglich auch aus Deutschland kommt, sind wir für knapp eine Woche nach Lappland gefahren. Mit dem Zug ging es am 1. März um 12 Uhr los in Richtung Hässleholm, Stockholm und anschließend Kiruna. Schon ab Stockholm hatte unser Zug über eine halbe Stunde Verspätung, aber wie wir schon von Mareike wussten, gehört das hier in Schweden zum Alltag. Geplant waren insgesamt 23 Stunden Zugfahrt, aus denen letztendlich allerdings 26 Stunden wurden. Da sich unser Zug im Laufe der Fahrt mehr und mehr verspätete, wurden wir in Luleå in einen neuen Zug verfrachtet, der uns dann nach Kiruna bringen sollte. Im Zug hatten wir eigentlich immer zu 6. ein Schlafabteil, in dem mehr oder weniger komfortabel geschlafen werden konnte. Bei der Hinfahrt hatten wir noch das Glück uns ein Abteil zu 4. teilen zu können. Allerdings war es auch da schon eine Herausforderung unser ganzes Gepäck unterzubringen, was man in 6 Tagen Lappland nicht alles so mitnehmen muss ;-) Die Stunden im Zug gingen aber dank großzügig geplanten Essensvorräten (Pasta mit Pesto, frisch gemachte Guacamole, belegte Brötchen und vor allem nicht zu wenige Kekse) einigermaßen schnell vorüber. Allerdings musste man aufpassen nachts nicht seekrank zu werden, da der Zug ganz schön hin und her wackelt. Aber dank unserem Gute-Nacht-Wein, den wir aus Mangel an Gläsern aus aufgeschnittenen Tetrapacks trinken mussten, ging auch das Schlafen einigermaßen gut.

Wein aus TetrapacksEinmal quer durch Schweden Zwischenstopp in Luleå Luleå Ankunft in Kiruna Kiruna 2012

Und nichtsdestotrotz haben wir es am nächsten Tag letztendlich doch geschafft in Kiruna anzukommen. Dort wurden wir von dem Besitzer der Hütten in denen wir übernachtet haben, am Bahnhof abgeholt. Die eine Gruppe ging direkt in die Stadt um die Lebensmittel einzukaufen, die anderen wurden direkt ins Camp gefahren. Unglaublich, was man für 5 Leute und drei Tage so alles einkaufen muss :-) Im Camp waren wir in drei richtig gemütlichen Hütten untergebracht in denen immer 5 oder 6 Leute zusammen gewohnt haben. Wir waren zusammen mit Anni und Eve (zwei deutschen Mädels) und Corellia aus Frankreich in einer Hütte. Jede Hütte hatte ihre eigene Küche und Wohnzimmer. Außerhalb hatten wir noch eine Sauna die direkt über ein Feuer beheizt wird und eine Elektrosauna, die allerdings nicht so einladend war. Unsere Hütten lagen ca. 20 km außerhalb von Kiruna, direkt am Torne River. Da der noch komplett zugefroren war, konnten wir einmal über den Fluss laufen und kamen so nach ca. 20 Minuten zum Eishotel. Der perfekte Ausgangspunkt für unsere drei Tage in Kiruna also!

unsere Unterkunft

Nachdem wir uns einigermaßen in den Hütten eingerichtet hatten, machten wir mit der Gruppe einen Spaziergang zum Eishotel und in die Eisbar. Wirklich faszinierend, dass das komplette Hotel nur aus Eis und Schnee besteht.

vor dem Icehotel Icehotel in der Icebar Kirche im Icehotel

Unser „Guide“ Thomas, der selbst in einem Haus neben uns wohnte, hatte uns erzählt, dass in der Nacht zuvor wirklich schöne Polarlichter zu sehen waren. Da wir natürlich alle gespannt waren, ob wir auch das Glück haben Polarlichter zu sehen, haben wir eine „Aurora watch“ eingerichtet. Jede Nacht war eine Hütte dafür zuständig, von 22 bis 2 Uhr nachts dafür zu sorgen, dass immer mindestens einer draußen ist, für den Fall, dass ein Polarlicht zu sehen ist. Der oder diejenigen konnten dann die andern nach draußen holen. Und wir hatten tatsächlich schon in der ersten Nacht das Glück, mehrere wirklich schöne Polarlichter zu sehen. Das Licht sieht man oft nur für Sekunden bis wenige Minuten und die Form ändert ich ständig. Teilweise konnte man die Polarlichter sogar richtig am Himmel "tanzen" sehen.

Polarlicht am ersten Abend Polarlicht am ersten Abend Polarlicht am ersten Abend

Soviel für den Anfang, wir geben uns Mühe, euch bald von den restlichen Tage und unserem Studentenleben in Kristianstad zu berichten :-)

Liebe Grüße aus Schweden,

eure Kati und Meli

Ein bisschen Schwabenland in Schweden

01März2012

Am Montagabend war es soweit – mit Linsen und Spätzle sollte ein wenig schwäbisches Flair nach Schweden kommen. Ursprünglich war unser Plan, uns im Spätzle-Schaben zu probieren und falls wir das hinbekommen, einige unserer Mitstudenten hier zum Spätzleessen einladen. Aus dem „wir-probieren-mal-aus“ wurde ein Abendessen zu dem dreizehn Gäste geladen waren. Und obwohl wir alle zu Beginn noch ein wenig pessimistisch waren, ob wir das den hinbekommen (noch keine von uns drei hat vorher schon einmal Spätzle geschabt) hat es doch tatsächlich ziemlich gut geklappt. Ausgestattet mit total gut geeigneten Plastikbrettern, superscharfen IKEA-Messern und einem Youtube Anleitungsvideo ging es also los. Spätzleteig ohne Knethacken und Co zubereiten ist eine ganz schöne Sauerei können wir euch sagen. Und nach diesem Abend können wir auch eindeutig sagen – Spätzleteig ist kein Knetteig!

Kati und Evelyn beim Teig kneten Warum sollte man den Teig nochmal nicht mit den Händen kneten?

Unsere ersten Spätzle waren zwar noch ein wenig unförmig, mit der Zeit wurden wir aber immer besser. Auf jeden Fall waren die Spätzle auch als solche erkennbar (zumindest für die unter uns, die Spätzle kennen).

Kati beim Spätzle schaben Meli beim Spätzle schaben schaut doch gut aus :-)

Evelyn hatte vorher schon Speckbrötchen gebacken (für den Fall der Fälle, dass unser Vorhaben doch scheitert) und Linsen gekocht. Nachdem wir den Teig also „verschabt“ hatten gab es für alle sehr leckere Linsen mit Spätzle. Und nach dem ersten Teller gab es nochmal Nachschlag für alle – wie ihr seht, kam das Essen bei allen gut an.

Spätzle schaben Klappe die erste Linsen und Spätzle für alle :-)

Mal schaun, was der Rest der Studenten beim „German Dinner“ dazu sagt. Irgendwann dieses Semester werden wir ein deutsches Abendessen für alle zubereiten, mit Spätzle, Kartoffelsalat und was uns sonst noch so einfällt (falls jemand noch einen Vorschlag für ein typisch deutschen, am besten nicht allzu aufwändiges Gericht hat – immer her damit). Glücklicherweise hat einer der Schwedinnen, die beim Abendessen dabei waren, angeboten und zwei Kartoffelpressen auszuleihen, damit wird es doch um einiges einfacher, für so viele Leute Spätzle zu machen.

Heute Abend gehen wir noch zur After-Ski-Party der Studentunion und morgen Mittag geht es dann endlich los nach Lappland. Über Stockholm fahren wir mit dem Zug nach Kiruna, wo wir dann vier Tage in drei Holzhütten mitten in der Pampa übernachten werden. Drückt uns die Daumen, dass wir das Glück haben ein Polarlicht zu sehen und das Wetter natürlich mitspielt – momentan liegen die Temperaturen allerdings „nur“ bei -10 bis -2°C, sollte also machbar sein. Bis zum 6. März werden jedoch schon wieder bis zu -20°C vorhergesagt, aber da sind wir ja wieder auf dem Heimweg.


Mehr von uns also wieder nächste Woche, wenn wir hoffentlich wieder heil von Kiruna zurück sind.

Liebe Grüße aus Schweden,

eure Kati und Meli

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